Liebe harte Arbeit

Jul 22, 2012 von

Liebe harte Arbeit

Liebe harte Arbeit,

es gab eine Zeit, da habe ich dich gehasst.
Als ich dich sah, versteckte ich mich. Als ich hörte wie du meinen Namen riefst, rannte ich davon. Ich hatte so eine Angst vor dir weil ich hörte, was du anderen angetan hast. Man erzählte sich furchtbare Geschichten über dich. Ich habe sie alle geglaubt, ohne dir je selbst gegenüberzutreten. Ich rannte davon weil ich sah wie du Menschen verletzt, noch mehr Wunden aber hätte ich nicht ertragen. Was glaubst du zu sein, mir so eine Angst zu machen? Welches Recht hast du mich in den Spiegel blicken zu lassen und mir meine Schwächen zu zeigen?
Harte Arbeit. Du brachtest Tränen in meine Augen und Schweiß in mein Gesicht. Als wir uns kennen lernten warst du streng und unbarmherzig, du warst mir so fremd. Ich war ein Kind und zu weich für diese Welt als du begonnen hast, mich zu schmieden wie ein Stück Eisen. An manchen Tagen war der Schlag deines Hammers nicht auszuhalten, dein Feuer unerträglich. Doch du hast mich stärker gemacht. Nicht alle Geschichten über dich hatten ein schlimmes Ende. Ich lernte neue Geschichten über dich kennen.
Man sagt du hättest die Fähigkeit, einen armen Menschen zu einem wohlhabenden Menschen zu machen und einem Lahmen die Fähigkeit wiederzugeben, seine Beine zu benutzen. Du seist in der Lage, Kreativität zu erzeugen und das Freuer in den Menschen zu entfachen. Man sagt, wer dich kennt, kann sein Leben selbst wählen.

Schau mich an, harte Arbeit. Du hast mich zu dem gemacht, der ich heute bin. Du hast mir Selbstbewusstsein und Durchhaltevermögen gegeben. Du hast mir meine Stärken und meine Grenzen gezeigt. Nicht als Gefallen und nicht aus Bosheit, sondern weil jeder Mensch beides kennen muss um im Leben zu bestehen. Wegen dir habe ich diese “Niemals aufgeben” Einstellung.
Du hast mir Mut gemacht, meine Träume zu verwirklichen. Ich bin ein Traumjäger. Das heißt, ich verfolge meine eigenen Träume; nicht die der anderen. Sie mögen über meine Träume lachen, aber sie lachen nur weil sie ihre eigenen Träume längst begraben haben.
Du hast mir gezeigt, dass es in Wirklichkeit keine endgültige Niederlage gibt. Ich kann nicht verlieren, wenn ich es nicht zulasse.

Oh, harte Arbeit. Die Geschichten über dich sind alle wahr. Du machst dich am Ende bezahlt.
Und ich verstehe nun warum manche Menschen an dir kaputt gegangen sind. Sie haben den Fehler gemacht sich von dir leiten zu lassen. Sie haben dich auf den Thron ihres Lebens gesetzt und dich bestimmen lassen. Aber du bist kein Leiter, du kennst den Weg nicht. Den Weg kennen nur wir selbst.

Harte Arbeit, ich verstecke mich nicht mehr vor dir. Ich habe sogar begonnen, dich zu suchen. Wo bist du? Ich brauche dich!

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